3 historische Gründe, wieso Regierungen Bitcoin verbieten könnten

Jordan Belfort Bitcoin

Seit knapp einem Jahrzehnt ist Bitcoin nun an den Rändern der globalen Finanzmärkte aufgetaucht. Seit jeher gewinnt diese Assetklasse immer mehr an Bedeutung. Kann die Regierung eines größeren Landes trotzdem das Undenkbare tun – und zwar Bitcoin verbieten?

Flashback – Der Besitz von illegalem Gold

Diejenigen, die glauben, dass Regierungen (außer in denen mit Diktatoren) nicht den extremen Schritt des Verbots von Bitcoin wagen würden, brauchen eine kurze Lektion aus der Geschichte. Es gab eine Zeit, in der der Besitz von Goldbarren ein Verbrechen in Amerika darstellte. Hierzu drohten bis zu zehn Jahre Gefängnis. Im Jahr 1933 veröffentlichte der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt einen Befehl, der alle Amerikaner aufforderte, ihre Goldbestände an die Federal Reserve Bank zu übergeben. Das Verbot des Besitzes von Gold blieb seit mehr als vier Jahrzehnten bestehen, bevor Präsident Ford den Goldbesitz legalisierte. Dieser Schritt wurde durch die Tatsache legitimiert, dass Amerika den Goldstandard eine Weile vorher verließ. Mit anderen Worten: Da die amerikanische Regierung nicht mehr die Notwendigkeit sah, die Menge der Geldscheine, die sie druckte, in gleicher Relation zum Gold zur Verfügung zu haben, konnte die Federal Reserve Bank ‚ihr‘ Gold wieder verkaufen.

Die große chinesische Firewall

Ein weiteres Argument dafür, dass Bitcoin in einem Zeitalter der globalisierten Internetwirtschaft nicht durch Regierungen verboten werden kann, ist dass sie nicht die Autorität bzw. Macht besitzen, um dies zu tun. Allerdings mussten wir auch zusehen, wie sich China sogar sein „eigenes Internet“ zurechtgelegt hat. Durch eine Mischung aus staatlicher Gesetzgebung und die Blockierung von beliebten ausländischen Websites durch chinesische Internet Provider, hat die Regierung von China versucht, seine Einwohner in einen ummauerten Garten zu begrenzen, anstatt sie das ganze World Wide Web betrachten zu lassen. Verkehrsüberwachungsinstrumente werden von der Regierung benutzt, um politische Meinungsverschiedenheiten zu unterdrücken. Nichtsdestoweniger wäre es für die chinesische Regierung ein Problem, den Schritt zu wagen und Bitcoin endgültig zu verbieten.

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Indiens Regierung und ihre Demonetisierung

Wenn Du glaubst, dass von der Regierung gedruckte und von der Zentralbank zertifizierte Geldscheine das letzte wären, was sie verbieten würden, dann liegst Du leider falsch. Im November 2016 hat die indische Regierung ein Dekret erlassen, welches besagt, dass hohe Banknoten kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr sind und eingetauscht werden müssen. Indische Staatsbürger mussten in Banken anstehen, um alte Geldnoten zu hinterlegen. Unter dem Strich sorgte das für enorme Wartezeiten bei Geldautomaten. Durch diese Ausübung von Macht wurde die Einkommensteuerhinterziehung beendet und damit auch die meisten Problem der Regierung gelöst. Deswegen ist die Nachfrage nach Bitcoin in Indien momentan so groß.

Fazit: Frage der Vollstreckung

Wenn eine Regierung beschließt den Handel oder den Besitz von Bitcoins zu illegalisieren, wirft das die Frage auf, wie genau ein solches Verbot durchgesetzt werden soll. Außerdem ist es unmöglich für eine Regierung, Deine Bitcoins zu ergreifen, es sei denn, Du übergibst ihnen Deinen privaten Schlüssel. Allerdings bleibt die Mehrheit der Bürger und Institutionen gern auf der rechten Seite des Gesetzes. Also würde die Nachfrage nach Bitcoin fallen, wenn die Regierung beschließt, Bitcoin zu verbieten. Der Handel mit Bitcoin – einschließlich der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen – wäre schwierig und riskant. Schließlich würde dies Bitcoin in diesem Land ersticken und die Ziele der Regierung könnten erreicht werden.

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