Chinas ICO Verbot nur vorübergehend; chinesische Regierung plant Lizenz

Während eines Interviews mit dem staatlichen Fernsehsender CCTV-13 erklärte Hu Bing, ein Forscher am Institut für Finanzen und Banken, dass das chinesische Verbot für Initial Coin Offerings (ICOs) der Regierung nur vorübergehend ist. Grundlage für die Echtheit dieser Aussage sind die chinesische Akademie für Sozialwissenschaften und ihr Institut für Finanzen und Banken. Diese sind mit dem Staatsrat der Volksrepublik China, der Verwaltungsbehörde der chinesischen Regierung, verbunden. Das chinesische Institut für Finanzen und seine Forscher gelten als Regierungsinstitution und Regierungsbeamte. 

Chinesische Regierung: „Verbot nur vorübergehend“

Im Interview mit CCTV erklärte Bing, dass das Verbot auf ICOs als illegale Fundraising-Methode nur vorübergehend sei, bis lokale Finanzaufsichtsbehörden notwendige regulatorische Rahmenbedingungen und Richtlinien für ICO-Investoren und Projekte einführen.

Noch wichtiger ist jedoch, dass die chinesische Kryptowährungs-Community verstehen muss, dass die Regierung die ICOs nicht „verboten“ hat, sondern sie stattdessen „pausiert“ hat. Folglich lässt die Absicht der Regierung darauf schließen, dass ICOs in naher Zukunft wieder verfügbar sind. Bing stellte ferner fest, dass die chinesische Regierung und ihre Finanzaufsichtsbehörden derzeit das Potenzial von ICOs untersuchen. Welche Vorteile bieten ICOs in einem kontrollierten Umfeld durch ein Lizenzprogramm?

Ähnlich wie beim BitLicense-Programm in New York, verpflichten sich Unternehmen dazu, eine Lizenz beim Staat zu erwerben, wenn sie mit Bitcoin Handel betreiben wollen.

chinesische Regierung Bitcoin

„Raus aus den Staaten!“

Viele Startups in New York verlassen die USA aufgrund der unpraktischen BitLicense. Besonders Startups wie ShapeShift – eines der am weitesten bekannten Exchanges – haben New York wegen der strengen Politik des Staates in Bezug auf Anti-Geldwäsche (AML) und Know Your Customer (KYC) Vorschriften verlassen.

Nichtsdestotrotz behielten 5 Unternehmen, darunter Coinbase und Bitstamp, ihre Niederlassungen im Bundesstaat New York. Sie mussten 100.000 US-Dollar ausgegeben, um ihre Lizenz zu erhalten.

In den kommenden Monaten ist es möglich, dass die chinesische Regierung ein Lizenzprogramm für ICOs einführt. Dies soll als Versuch dienen, den Markt umzustrukturieren und legitime ICO-Projekte und Blockchain-Startups zu ermöglichen.

Des Weiteren ist es wichtig zu bedenken, dass die chinesische Regierung in ihrer Vergangenheit viele innovative Technologien verboten hat. Beispielsweise im Jahr 2013 hatte die chinesische Regierung und ihre Finanzbehörden Bitcoin gleich zwei Mal verboten. Die PBoC (People’s Bank of China) ging sogar so weit, sämtliche Bitcoin-Transaktionen und Handelsaktivitäten zu verbieten. Jedoch gingen die Handelsaktivitäten einfach auf die Freiverkehrsmärkte über. Somit war der Markt noch schwieriger zu regulieren. Folglich einigten sich die PBoC und die chinesischen Finanzaufsichtsbehörden auf einen Konsens, um Bitcoin zu legalisieren und zu regulieren.

Optimismus in Singapur

Wenn ICOs und Blockchain-Startups einfach nach Hongkong, Singapur und Japan ziehen, Länder, die ihren Optimismus gegenüber ICOs ausgedrückt haben, wird das Verbot von ICOs durch die chinesische Regierung dem chinesischen Blockchain-Sektor eher schaden, statt voranbringen.

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