Das haben Atomuhren und die Blockchain gemeinsam

Wissenschaftlern des National Physical Laboratory, der Toronto Stock Exchange (TMX) und der britischen Unternehmensberatung Z/Yen ist es gelungen eine Blockchain-Datenbank zu entwickeln, mit welcher es durch Anschluss an die Atomuhr möglich ist, Zeitstempel (sog. „timestamps“) in Nanosekunden zu erstellen.

Ins Leben gerufen wurde dieses Forschungsprojekt aufgrund neuer EU-Richtlinien, die eine Erhöhung der Anforderungen an Zeitstempel im Hochfrequenzhandel vorsehen. Der Hochfrequenzhandel zeichnet sich unter Anderem durch einen mit Computer betriebenen Handel mit Wertpapieren aus, bei dem durch kurze Haltefristen hohe Umsätze generiert werden können. Diese EU-Richtlinien treten am 3. Januar 2018 in Kraft. Eine präzise Zeiterfassung ist im Hochfrequenzhandel entsprechend sehr bedeutend, da bereits Millisekunden über Millionen wenn nicht sogar Milliarden entscheiden können.

Das Atomic Ledger Projekt

Grundlage für das „Atomic Ledger“-Projekt, welches bereits über 20 Millionen Transaktionen in der Universal Time (UTC) von Atomuhren erfasst hat, war ein 3-stündiger Handel über das ChainZY Distributed Ledger System. Hierzu wurden Daten zu Kauf- und Verkaufsordern der Toronto Stock Exchange mit einem Zeitstempel versehen und auf der Distributed Ledger von ChainZY eingetragen. Die Ergebnisse werden anschließend von dem Strathclydes Centre of Financial Regulation and Innovation ausgewertet.

Auswirkungen auf die Weltpolitik

Daniel Broby, Leiter des Centre for Financial Regulation and Innovation der Strathclyde Business School versichert: „Die Rolle von Distributed Ledger und Präzisions-Timing gewinnt infolge der zunehmenden Akzeptanz der Blockchain als finanzielles Übertragungswerkzeug immer weiter an Relevanz. Das ist ein aufregender Prozess, der große Auswirkungen auf die Weltpolitik haben wird.“

 

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