Litecoin – Die Fakten zum Altcoin Urgestein

Litecoin-Altcoin

Litecoin – Weltweite Banken- und Finanzkrisen haben gezeigt, dass reale Geldressourcen eine Vielzahl von Gefahren bergen. Viele Sparer haben durch derartige Ereignisse zum Teil ihr gesamtes Spargeld verloren. Innovative Entwickler haben die Bedrohung nicht nur erkannt, sondern eine neue Art von Währung erfunden, die letztendlich vollständig ohne Papier- und Münzgeld auskommt.

Mittlerweile ist der Markt der digitalen Währungssysteme so weit etabliert, dass international gültige Wechselkurse, wie zum Beispiel auch der Litecoin Kurs, derartige Zahlungsmodule regulieren. Die Entwicklung wurde durch die Erfindung der Bitcoin durch Satoshi Nakamoto in Gang gesetzt und bildet heute, nicht zuletzt wegen der Technologie dahinter interessante Ansätze im globalen Geldsystem. Inspiriert von Nakamotos Entwicklung einer dezentralen Währung wurde von Charles Lee 2011 Litecoin entwickelt.

Litecoin – Was ist das?

Wikipedia sagt zum Thema Litecoin folgendes:

Das Litecoin-System ist technisch beinahe identisch umgesetzt wie das Bitcoin-System. Die Erstellung und Übertragung von Litecoins basiert auf einem Open-Source-Verschlüsselungsprotokoll und wird somit nicht zentral gesteuert. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk ähnlich jenem von Bitcoin verwaltet alle Transaktionen, Bilanzen und Ausgaben. Litecoins werden erstellt, indem basierend auf einer kryptologischen Hashfunktion Blöcke generiert werden. Dieser Prozess, in dem es gilt, einen Hash zu „finden“, wird Mining genannt.

Der Begriff Litecoin steht für eine digitale Währung, die auf der Peer-to-Peer Technik beruht. Dabei handelt es sich um eine Verbindung, die von einem Computer zum anderen hergestellt wird. Dadurch ist es möglich, dass jedem beliebigen Menschen auf der ganzen Welt Zahlungen in Echtzeit gesendet werden können, wobei der Zahlungsauftrag beinahe kostenlos ist. Es handelt sich um ein so genanntes Open Source System, das dezentralisiert gesteuert wird. Somit sind keine zentralen Einrichtungen, wie zum Beispiel Behörden, notwendig, um eine Geldzahlung durchzuführen. Grundlage sind mathematische Berechnungen, die nicht nur die Sicherheit des Netzwerkes gewährleisten, sondern auch jedem Nutzer die Möglichkeit bieten, dass er zu jeder Zeit selbst über seine wirtschaftlichen Mittel entscheiden kann. Erfunden wurde die Kryptowährung im Jahr 2011. Eine lange Zeit konnte es sich als zweitgrößtes digitales Zahlungsmittel hinter Bitcoin behaupten. Und auch im Jahr 2017 ist die Währung mit einer Marktkapitalisierung von über 2,5 Mrd. $ (Stand Juni 2017) unter den Top 5 aller Kryptowährungen vertreten, wobei der Kurs wie bei anderen vergleichbaren Währungen signifikanten Schwankungen unterworfen ist. Besondere Beachtung findet bei dieser digitalen Währung das  Mining, das mithilfe eines Computers vollautomatisch praktiziert werden kann. Mit Litecoin Mining werden die Prozesse derart unterstützt, dass Nutzer damit sogar Geld verdienen können.

Der Erfinder der Kryptowährung Litecoin

Es war am 7. Oktober 2011 als Charles Lee Litecoin veröffentlichte. Dazu nutzte er einen Open-Source-Client, wobei er zur Veröffentlichung den Onlinedienst GitHub nutzte. Dieser hält Entwicklungsprojekte aus dem Softwarebereich auf den eigenen Servern bereit. Im Gegensatz zu Satoshi Nakamoto, dem Erfinder der Bitcoin, ist die Identität von Charles Lee nicht unbekannt. Dennoch hüllt sich der Softwareentwickler oftmals in Schweigen, wenn es um sein Privatleben geht. Bekannt ist, dass es sich um einen kalifornischen Softwareingenieur handelt und er im Jahr 1999 erfolgreich seinen Universitätsabschluss machen konnte. Insgesamt arbeitet er gemeinsam mit sechs weiteren Menschen an dem Projekt. In Interviews verrät er hingegen nichts über deren Identität. Die meisten möchten schlichtweg nicht, dass ihre Person öffentlich genannt wird. Zudem ist sich Lee sicher, dass Kryptowährungen dazu geeignet seien, Regierungen zu stürzen. Dementsprechend schützt er auch das Team um sich herum vor Eingriffen der amerikanischen Regierung. Vorbild seiner Arbeit war die Idee von Bitcoin. Bevor er allerdings mit der Entwicklung von Litecoin begann, sammelte er erste Erfahrungen beim “Abbau” (Mining) Nakamotos digitaler Währung. Das Litecoin Mining ist folglich auch fester Bestandteil seines Projekts, um gerade den Einstieg in die Szene zu erleichtern.

Die Unterschiede zwischen Litecoin und Bitcoin

Litecoin, eine alternative Krprowährung
Charles Lee hat die Idee von Bitcoin nicht nur verstanden, sondern ein ebenso effektives Zahlensystem entwickelt. Nicht nur in Fachkreisen zählt Litecoin zu den Top Bitcoin-Jägern. Dies zeigt sich insbesondere am Kurs und seiner Entwicklung. Beide digitalen Währungen sind auf das identische System zurückzuführen. Im ersten Schritt wird jeder einzelne Coin zunächst hergestellt. In der Fachsprache ist dann von Litecoin Mining die Rede. Der wesentliche Unterschied besteht für den Benutzer allerdings darin, dass die Zeitspanne lediglich zweieinhalb Minuten beträgt, um einen einzelnen Block zu generieren. Bei Bitcoin dauert dieser Prozess hingegen 10 Minuten. Dadurch werden die Geldtransfers zwischen den Usern deutlich schneller erzeugt. Diese Schwachstelle kommt bei Bitcoin immer deutlicher zu tragen. Die Anzahl der Transaktionen steigt täglich, weshalb die Transaktionsbestätigungen im Bitcoin Netzwerk immer länger dauern. Bei Litecoin können Transaktionen vier mal so schnell bestätigt werden.

Update: Um der hohen Anzahl an Transaktionen gerecht zu werden wurde bei Litecoin erfolgreich der SegWit Prozess (Segregated Witness) aktiviert. Dadurch konnte das Skalierungsproblem behoben werden, dass zurzeit (Juni 2017) noch immer ein großes Problem bei Bitcoin darstellt. 

Nutzer, die aktiv Litecoin Mining betreiben, schätzen im Gegensatz zu Bitcoin den verwendeten Algorithmus. Während bei Bitcoin der sogenannte SHA-256-Algorithmus Anwendung findet, werden die Berechnungen bei dieser digitalen Währung über einen Scrypt-Algorithmus durchgeführt, der für die verkürzte Zeitspanne bei der Berechnung eines Blocks verantwortlich ist. Da bei jeder Blockerzeugung die Miner mit Münzen belohnt werden ist es umso vorteilhafter, je schneller ein Block erzeugt werden kann.

Im Litecoin Netzwerk ist die maximale Anzahl auf etwa 84 Millionen Coins beschränkt, viermal mehr Einheiten als bei Bitcoin.

Der Litecoin Kurs und seine Entwicklung

Während der Litecoin Kurs in den letzten Monaten zwischen 3$ und 4$ taumelte, erlebte er im April 2017 nunmehr einen deutlichen Sprung nach oben. Insgesamt ist der Kurs um bis zu 500 % angestiegen und hat die 500 Millionen $ Grenze erreicht. Im Juni konnte er nochmals stark ansteigen und kratzt mit über 40$ am Rekordwert (gegen Ende des Jahres 2013 lag der Kurs noch bei 48 $). Die Implementierung von Segregated Witness könnte einer der Hauptgründe für den anwachsenden Kurs bilden. Durch diese Art der Protokolländerung soll Litecoin letztendlich leistungsfähiger gemacht werden, da die Transaktionen schneller verarbeitet werden können. Ursprünglich war Segregated Witness für das System von Bitcoin entwickelt worden.

Außerdem könnte folgende Nachricht den Kurs in die Höhe getrieben haben: China hat vor kurzem sein Verbot für die Abhebung von Litecoins von Börsen wieder zurückgezogen. 

4 Wege zum Litecoin

Insgesamt gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, um diesen Coin zu erhalten.

  • Zum einen haben Menschen weltweit die Möglichkeit, diese digitale Währung durch Mining zu verdienen.
  • Zum anderen kann die digitale Währung auch Zahlungsmittel eines Tauschgeschäftes sein. Insbesondere in Afrika wird die Kryptowährung zunehmend beliebter.
  • Bisher ist der Umweg über andere Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, zu gehen, um diese anschließend über eine Tauschbörse gegen Litecoin einzutauschen. Besonders beliebt sind Tauschbörsen wie Exmo oder HitBTC.

Litecoin Mining: Geld verdienen mit dem eigenen PC

Grundvoraussetzung für die digitale Währung ist das Litecoin Mining, das weltweit praktiziert werden kann. Die einzige Voraussetzung ist ein Computer sowie eine Internetverbindung. Übersetzt bedeutet  Mining etwa „Abbau“der Lite-Münzen. Bei diesem Prozess werden einzelne Blöcke gelöst, die zuvor auf Grundlage einer speziellen Hashfunktion generiert worden sind. Insofern besteht eine deutliche Parallele zum Abbau von Bitcoins. Da die neuen Blöcke in einem Zeitfenster von zweieinhalb Minuten generiert werden, ist Litecoin Mining praktisch eine niemals endende Aufgabe. Nach vier Jahren halbiert sich die Rate der Blockerstellung. Dies geschieht so lange, bis letztendlich ein gewisses Kontingent an Litecoins erreicht worden ist. Dieser Mechanismus soll vor Inflation schützen, wie sie bei Papier- und Münzwährungen immer wieder vorkommen. In der Regel sind die einzelnen Blöcke derart umfangreich, dass ein einzelner Nutzer mehrere Wochen benötigt, um diese zu lösen. Entsprechend haben sich nutzerbezogene Pools gebildet, um gemeinsam an der Lösung durch Mining zu arbeiten, wobei das erwirtschaftete Kapital zu gleichen Teilen unter den Nutzern aufgeteilt wird. Die Vergütung beim Litecoin Mining beträgt 25 Litecoins pro gelöstem Block. Im Jahr 2019 findet voraussichtlich die nächste Halbierung auf 12,5 Litecoins pro Block statt.

Die ursprüngliche Idee war, das Litecoin Mining über den eigenen Grafikprozessor (GPU) durchzuführen. Beim Litecoin Mining ist der Algorithmus so angelegt, dass die Berechnung nicht extrem hardwarehungrig ist. Mittlerweile haben sich jedoch wie bei Bitcoin auch bei Litecoin die viel schnelleren Asic-Prozessoren etabliert. Mining mit dem eigenen Computer ist nicht mehr lohnenswert. Eine mögliche Alternative wäre, bei Cloud Mining Diensten Asic-Miner zu mieten oder zu kaufen. Dabei holt man sich die Hardware in der Regel nicht nach Hause. Sie wird in den meisten Fällen in einem Land mit sehr geringen Stromkosten wie China oder Island platziert. Dort gibt es bereits riesige “Mining-Farmen”, auch für Bitcoin. Der Cloud Mining Dienst kümmert sich um den Anschluss und um die Wartung. Der Nutzer zahlt für den Dienst und kann sich anschließend zurücklehnen und zuschauen, wie die Litecoin in sein virtuelles Portemonnaie wandern.

Um sich so eine digitale Brieftasche (Wallet) anzulegen, ist lediglich die Installation des Litecoin Clients nötig.

Die zukünftige Entwicklung:

Litecoin-digitale Währung

Das Team rund um diese Kryptowährung hat für die Zukunft weitere Verbesserungen angekündigt. Es ist das erklärte Ziel, die Nutzererfahrungen weiter zu steigern. Damit soll die digitale Währung für Investoren, Nutzer, Unternehmer oder alle übrigen interessierten verbessert werden. Das Entwicklungsteam hat dazu eine Roadmap veröffentlicht, die den Weg zeigt. Im Vordergrund stehen neue Features, um die Kryptowährung zu bereichern. Zudem soll ein neues Führungsmitglied aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um Franklyn Richards, der bereits seit 2013 in der Szene aktiv ist. Ferner wird ein neuer Client integriert, wodurch noch schnellere Transaktionsbestätigungen erzielt werden sollen. Zudem soll das Speichermanagement optimiert werden. Auf lange Sicht arbeitet das Team daran, einen eigenen Support zu gründen, kompaktere Blöcke zu entwickeln und sogenannte Smart Contracts zuzulassen. Die Entwicklung ist dementsprechend noch lange nicht abgeschlossen. Die zweitgrößte Kryptowährung erfährt nicht nur durch den aufsteigenden Litecoin Kurs eine neue Belebung. Es bleibt somit abzuwarten, wann die ersten Neuerungen in das System integriert werden.

Fazit:

Das Litecoin System hat die erste Schwächephase in der digitalen Währungswelt überstanden. Weltweit agieren Nutzer in dem Netzwerk, um die Algorithmen voranzutreiben und neue Litecoins zu generieren. Spannend ist die Frage, ob sich Litecoin auch weiterhin als eine der Top 5 Kryptowährungen behaupten kann. In Zukunft wird sich daher einiges in diesem Bereich tun. Große Veränderungen sind bereits angekündigt worden. Zu erwarten ist folglich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Pole-Position unter den digitalen Währungen.

    blockchain-hero

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