Bitcoin – Sind BTC das Geld der Zukunft?

Bitcoin - BTC

Bitcoin - die meist diskutierte digitale Währung zur Zeit. Über keine andere wird zur Zeit so viel geredet und geschrieben. Je nach Standpunkt des Betreffenden werden Bitcoins entweder in den Himmel gelobt oder verteufelt. Aber was sind Bitcoins wirklich? Werden sie als Zahlungsmittel für die Allgemeinheit bald eine wichtige Rolle spielen? Sind sie das nächste heiße Anlageprodukt oder eher eine Spielerei für Computerfreaks? Dienen sie vielleicht hauptsächlich zur Geldwäsche und zur Finanzierung illegaler Geschäfte? Oder schaffen sie es in den Mainstream und wird als Währung auf dem ganzen Globus genutzt?

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Bitcoins - was sind BTC und wo kommen sie her?

Bitcoin, oft auch kurz nur BTC genannt, ist eine elektronische Währung, d. h. sie existiert nur auf Rechnern. Man kann sie also nicht anfassen, wie z. B. einen Goldbarren. Bitcoin ist zwar nicht die einzige digitale Währung, aber im Moment die bekannteste und erfolgreichste. Dieses Zahlungsmittel wird von keiner Regierung, Bank oder Institution kontrolliert und reguliert. Es wird durch Rechenprozesse auf Rechnern geschaffen. Im Prinzip kann sich jeder an der Schaffung von Bitcoins, das Mining oder Schürfen genannt wird, beteiligen. Dazu muss der Rechner eine Art mathematisches Rätsel lösen. Dies wird um so komplizierter, je mehr Bitcoins entstehen. Dabei können täglich nur 1.880 neue Bitcoins erschaffen werden. Der Gesamtumfang der bekanntesten Kryptowährung  ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese Begrenzung beruht auf dem Protokoll, das dem Bitcoin zugrunde liegt. Das heißt, im Laufe der Zeit können immer weniger BTC neu erschaffen werden. Somit wird jedes einzelne Bitcoin immer wertvoller. 

Anfangs wurde BTC nur für Zahlungen im Internet, speziell im Darknet, verwendet werden. Dadurch bekam dieses Zahlungsmittel erst einmal ein gewisses „Schmuddelimage“. Heute nehmen aber auch viele Händler im normalen Internet Bitcoins an. Auch offline sind einige Händler dazu übergegangen, BTC zu akzeptieren. Allerdings sind die Offline-Zahlungsmöglichkeiten mit BTC noch begrenzt und diese Geschäfte befinden sich meist in Stadtvierteln, in denen viele junge, technikaffine Menschen leben. Noch! Denn immer mehr Länder akzeptieren Bitcoin als Währung. Die Etablierung des virtuellen Geldes ist in vollem Gange.

Das besondere an Bitcoin ist, dass es in kleine und kleinste Untereinheiten geteilt werden kann. Die kleinste Einheit ist das, nach dem Erfinder der Währung Bitcoin benannte, Satoshi. Es ist ein Hundert-Millionstel Bitcoin = ( 1 Satoshi = 0,00000001 Bitcoin). Das ist auch nötig, denn mit nur maximal 21 Mio. Bitcoins ist der Bestand viel geringer, als das Papiergeld, das im übrigen ständig neu gedruckt werden kann. Da das bei der Kryptowährung nicht möglich ist, hat es einen gewissen Infaltionsschutz. Der Besitzer eines Bitcoins, bzw. eines Teilbetrages, weist sich durch einen privaten Schlüssel aus.

Wer ist der Erfinder der Bitcoins?

Der Erfinder der Währung Bitcoin ist Satoshi Nakamoto. Allerdings weiß niemand, wer sich hinter diesem Namen verbirgt. Der Name klingt japanisch. Dies heißt aber nicht, dass Satoshi Nakamoto ein Japaner oder eine Japanerin sein muss. Es wurde seit der Einführung des Bitcoin viel spekuliert, viele Namen wurden als mögliche Erfinder gehandelt, aber mit Sicherheit kann niemand sagen, wer Satoshi Nakamototo ist. Es wurde auch vermutet, dass sich hinter diesem Namen mehrere Leute verstecken.


Wer auch immer Satoshi Nakamoto ist, er hat im Jahr 2009 den ersten Bitcoin-Clienten veröffentlicht und die ersten Bitcoins geschürft. 2011 ließ er wissen, dass er sich nun anderen Dingen widmen will. Seitdem hat niemand mehr etwas von ihm gehört.

Die Blockchain - die Technologie hinter dem Bitcoin

Der Blockchain Technologie wird ein unglaubliches Potenzial zugesprochen. Viele Experten sprechen sogar von einer Revolution im Bankensektor.

Die Blockchain (Kette von Blocks) ist das Kassenbuch der Währung Bitcoin. Sie besteht aus zahlreichen einzelnen Blöcken, in denen Bitcoin-Transaktionen verzeichnet sind. Diese Blockchain ist verteilt auf sehr vielen Rechnern, den sogenannten Nodes, abgespeichert. Durch mathematische Verfahren ist sichergestellt, dass ein einmal abgespeicherter Block nicht nachträglich geändert werden kann. Dazu müssten alle Blocks der Kette gleichzeitig geändert werden, was aber durch die verteilte Abspeicherung unmöglich ist. Wird ein neues Bitcoin geschürft, wird es als neuer Block an die vorhandene Kette angehängt. Auch alle Transaktionen, beispielsweise wenn mit Kryptowährungen bezahlt wird, werden in der Blockchain abgespeichert. 

Bitcoin - Blockchain

An der Blockchain wird zurzeit intensiv geforscht. Sie macht den Mittler bei Transaktionen, üblicherweise Banken überflüssig. Deshalb sind natürlich gerade Finanzinstitute interessiert an dieser Technologie. FinTech StartUps schießen wie Pilze aus dem Boden.

Vorteile und Risiken von Bitcoin

​Bitcoins sind der Vorreiter der Kryptowährung und waren der Grundstein für die Blockchain. Als erste Kryptowährung hat sie natürlich noch einige Schwachstellen. Schauen wir uns einmal die Vorteile und Nachteile von mal genauer an.

Vorteile und Chancen

  • ​Bitcoin kann weltweit genutzt werden. Immer mehr Länder akzeptieren ihn als ein legales Zahlungsmittel.
  • Aufgrund der Dezentralisierung von digitalen Währungen durch die Blockchain Technologie ist es nahezu unmöglich, die Währung zu kontrollieren oder zu manipulieren kann. Somit ist der Bitcoin Kurs nicht von politischen Entscheidungen oder wirtschaftlichen Entwicklungen in einzelnen Ländern abhängig.
  • Somit kann auch keine Zentralbank durch Erhöhung der Geldmenge eine Inflation auslösen.
  • Durch das Bitcoin-Protokoll ist eine Höchstmenge an Coins festgelegt. Je größer die Akzeptanz der Währung desto wertvoller wird sie und der Kurs steigt.​
  • Um mit BTC bezahlen zu können, braucht man kein Bankkonto, nur ein sogenanntes Wallet, das z.B. kostenlos online erstellt werden kann.  Banken werden somit überflüssig.
  • Transaktionen sind schneller als bei Banken, besonders wenn es um internationale Bezahlungen geht. Eine Transaktion dauert im Schnitt 10-30 min. Von überall, wo eine Internetverbindung besteht. Unmöglich für Banken da mitzuhalten.
  • Geringe Transaktionsgebühren: Es geht nicht nur viel schneller, Geld via Bitcoins zu transferieren - Es ist auch viel günstiger. Unabhängig von welchem Ort und zu welchem Ort man eine Transaktion durchführt, die Kosten liegen in der Regel im Cent Bereich. Auch hier können Banken nicht mithalten.
  • Für die Eröffnung eine Wallets (Konto) und bei Transaktionen werden keine persönlichen und sensiblen Daten benötigt.

Nachteile bzw. Risiken

  • Die Akzeptanz von digitalen Währungen ist in der Bevölkerung noch nicht ganz durchgedrungen. Bisher gibt es nur wenige Geschäfte, die eine Bezahlung durch Bitcoin anbieten. Jedoch muss erwähnt werden, dass die Akzeptanzstellen immer mehr werden. Der Trend spricht also für Bitcoin.
  • Wer BTC erwirbt, muss sie irgendwo speichern. Unabhängig davon, ob man sie auf dem Rechner, einem Stick oder anderswo speichert: Wird das Speichermedium gestohlen oder zerstört, ist auch das Geld weg. Ebenso kann es durch Malware zerstört werden. Hier gibt es keine Bank, die dein Geld sicher verwahrt. 
  • Einmal ausgeführte Transaktionen sind nicht mehr umkehrbar. Ein Rückruf des Geldes, wie man es von Banken kennt, ist also nicht möglich.
  • Die Zahl der ausführbaren Bitcoin-Transaktionen ist zum jetzigen Stand noch begrenzt. Je beliebter diese Kryptowährung wird, desto schneller kommt sie an ihr Transaktionslimit. Dann dauern Zahlungen länger (was aber trotzdem noch viel schneller als bei Banken ist). Andere Kryptowährungen bieten da bessere Möglichkeiten. Doch auch für Bitcoins wird hier eine Lösung entwickelt.

Wie kann man Bitcoin erwerben?

Zur Speicherung der Bitcoins bzw. der privaten Schlüssel ist eine sogenannte Wallet (elektronische Geldbörse) erforderlich. Diese lädt man sich beispielsweise als App auf das Smartphone. Um anschließend Bitcoins zu erwerben, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Bitcoin-Wechselstuben, auch Exchanges genannt, bieten den Erwerb von Bitcoins bzw. deren Umwechslung in die Landeswährung an. Die Zahlungen erfolgen meist über ein normales Bankkonto oder Dienste wie Paypal. Eine Ausnahme ist die Wechselstube BTCdirect.eu aus den Niederlanden. Dort können Bitcoins auch mit einer Kreditkarte bezahlt werden. Die Gebühren für den Kauf oder Umtausch liegen zwischen 1,5 und 5,0 % der Summe, die gewechselt wird.​

​Auf Marktplätzen wie bitcoin.de handeln Privatpersonen direkt mit Bitcoins. Das funktioniert ähnlich wie eBay-Auktionen. Der Bitcoin Kurs wird dort von Angebot und Nachfrage bestimmt. Man kann daher auf diesen Bitcoin-Börsen eventuell BTC günstiger erwerben. Auch bei ihnen wird für jede Transaktion eine geringe Gebühr fällig, die von der Höhe der Tauschsumme abhängt.

Mittlerweile gibt es auch einige Standautomaten, wo man direkt BTC gegen Bargeld erwerben kann. Diese Automaten stehen in Städten wie beispielsweise Bochum, Berlin oder München. Sie sind aber noch eine Ausnahmeerscheinung.​ Je beliebter die Währung jedoch wird, umso mehr Automaten wird es geben.

Der Bitcoin Kurs - sind BTC das neue Gold?

Bitcoin mehr wert als Gold

Als 2009 Bitcoin das Licht der Welt erblickte konnte man 5000 Bitcoin für umgerechnet 25€ kaufen. Nun, einige Jahre später ist ein Bitcoin über 1000€ wert. Im März 2017 war die Kryptowährung zum ersten Mal wertvoller als eine Unze Gold. Viele Experten, unter anderem Jeremy Liew, Investor von Snapchat und Peter Smith, Gründer und CEO von Blockchain.info, prognostizieren einen Wert von bis zu 500.000€ pro Bitcoin bis zum Jahr 2030.

Zurzeit flüchten viele Anleger aus Ländern wie China in den Bitcoin, da ihre Landeswährung von Inflation bedroht wird. Das hat dazu geführt, dass der Kurs stark gestiegen ist. Im Verlauf des letzten Jahres um 100 %.  Durch das Bitcoin-Protokoll ist eine Höchstmenge von 21 Mio. Bitcoin festgelegt. Von 2009 bis 2017 wurden 16 Mio. davon gemined (geschürft). Aufgrund der festgesetzten Höchstmenge wird das den Kurs in die Höhe treiben, falls BTC dann noch ein beliebteres Zahlungsmittel wird. Daher kann die Investition in BTC durchaus interessant sein. Da der Kurs starken Schwankungen ausgesetzt ist, sollte man aber nur so viel Geld anlegen, das man im Extremfall auch verkraften kann, es komplett zu verlieren. Auch wenn dies unwahrscheinlich ist ist es dennoch möglich. Es hängt davon ab, ob sich Bitcoin als Zahlungsmittel etablieren kann.

Fazit

BTC sind sicher eine interessante Möglichkeit, sowohl für internationale Zahlungen als auch als Anlageprodukt. Wer sein Geld kurzfristig benötigt, kann jedoch aufgrund der Schwankungen Verluste einfahren. Man sollte deshalb eine Anlage in die digitale Währung als Langzeitinvestition sehen. 

Mittlerweile haben sich einige alternative Kryptowährungen als durchaus konkurrenzfähig erwiesen, die teilweise die Nachteile von Bitcoin aufgefangen und verbessert haben. An der Technologie hinter den digitalen Währungen wird fleißig geforscht. Die Zukunft wird zeigen, ob sich Bitcoin durchsetzt. Wir sind gespannt.


    blockchain-hero

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    Dash - Fakten und News im Vergleich zum Bitcoin - Top - Juni 1, 2017 Reply

    […] Währungen wie Bitcoin. Heute akzeptieren immer mehr Stellen, auch außerhalb des Internets, Bitcoin als Zahlungsmittel und durch Plattformen wie Bitcoin.de stehen auch sichere Marktplätze für […]

    Bastian - Juni 6, 2017 Reply

    Hallo, sehr interessanter Artikel. Ich sehe BTC allerdings nicht als Investment, sondern viel mehr als Spekulation. Im Gegensatz zu bewerten Anlageprodukten, erwirtschaften Bitcoins keine Gewinne. Trotzdem habe ich selbst ein paar Euros in BTC getauscht und erwarte, dass der Kurs noch weiter steigen wird.

      blockchain-hero - Juni 8, 2017 Reply

      Hallo Bastian,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Man sollte natürlich nicht sein Haus und Hof verkaufen und alles auf Bitcoin bzw. Krytpowährungen setzen, da hast du Recht! Das machst du schon soweit gut, sein Risiko zu streuen. Viele Grüße

    Kryptowährung - der Aufstieg des virtuellen Geldes - Juni 12, 2017 Reply

    […] mit der man bereits in einigen Shops reale Güter kaufen kann. Japan hat erst kürzlich Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Doch was sind Kryptowährungen überhaupt und könnten […]

    Bitcoin Wallet - 5 Wege, wie man ein Bitcoin Konto erstellen kann - Blockchain Hero - Juni 12, 2017 Reply

    […] jetzt darüber einig, dass diese neue Währung der Anfang unserer Zukunft sein wird. Der attraktive Bitcoin Kurs verlockt auch jetzt schon dazu, einen genaueren Blick auf diese Währung und all die Möglichkeiten […]

    Thomas - August 28, 2017 Reply

    Ein sehr informativer Artikel zum Thema Bitcoin. Mittlerweile steigt das Interesse in diesem Bereich auch immer weiter an. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung man in Zukunft tatsächlich noch beobachten wird.

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