Ripple Coin – der feine Unterschied zum Bitcoin | Top Infos

Ripple Coin

Ripple Coin nimmt eine rasante Entwicklung. Seit einiger Zeit gehört die virtuelle Währung XRP, auch Ripple Coin genannt, mit einer Marktkapitalisierung von mehreren Milliarden USD zu den weltweit wichtigsten Kryptowährungen. Während es in den letzten Monaten jedoch wieder etwas ruhig um Ripple wurde, brach am 22.08.2017 der Kurs den andauernden Downtrend und der Preis eines XRP stieg um bis zu 60%. Innerhalb von 24h wohlgemerkt! Schaut man sich auf CoinMarketCap den Coin an, sieht man, dass mehr als 70% des Handelsvolumen aus Südkorea stammen…Vielleicht haben diesen Kursanstieg die vor kurzem laut werdenden Gerüchte über eine Expansion nach China befeuert. Ein interessantes Projekt ist Ripple allemal. Doch um was geht es in diesem Projekt überhaupt, und was steckt hinter dieser Idee? Erfahre hier:

Von anderen bekannten Kryptowährungen unterscheidet sich Ripple Coin dadurch, dass die Währungseinheiten nicht durch Mining erzeugt werden, sondern ausgegeben und anschließend gehandelt werden können.

Was ist Ripple?

Bei Ripple handelt es sich um ein Open-Source-Protokoll, das für ein Zahlungsnetzwerk genutzt wird. Die ursprüngliche Idee davon stammt von Ryan Fugger. Dessen Grundidee wurde anschließend von den Ripple Labs konkret umgesetzt. Letztlich soll daraus neben einem verteilten Peer-to-Peer-Zahlungsverfahren auch ein virtueller Devisenmarkt entstehen, bei dem für jede beliebige reale und virtuelle Währung ein eigener Ripple Kurs festgelegt wird, beispielsweise der Kurs Ripple – Euro.

Das Herzstück dieses Geldsystems stellt eine öffentliche Datenbank dar, die gemeinsam genutzt werden kann. In der Datenbank ist ein Register angelegt, in dem die Kontostände in Ripple Coins der verschiedenen Teilnehmer ersichtlich sind. Dieses Register ist für jeden Teilnehmer einsehbar, ebenso wie die protokollierten Aufzeichnungen über die kompletten Vorgänge im Netzwerk. Ferner können im Register auch Informationen über die verschiedenen Kauf- und Verkaufsangebote von Gütern und Devisen verzeichnet sein. Diese Optionen machen Ripple zum ersten verteilten Handelsplatz. Sämtliche Teilnehmer des Netzwerks haben die Möglichkeit, Änderungen im Register anzuregen, die dann im Konsensverfahren vollzogen werden. Das bedeutet: Die Güter können gehandelt werden, ohne dass eine zentrale Verrechnungsstelle involviert sein muss.

Enthalten ist zudem eine interne virtuelle Währung namens XRP, die in der Szene auch als Ripple Coin bekannt ist. Die Teilnehmer am Ripple Netzwerk können Ripple Coin kaufen und diese entweder als Zahlungsmittel oder zum Ansparen verwenden und diese auch in einer Ripple Hardware Wallet aufbewahren.

Ripple ist:

Ripple ist ein Open-Source-Protokoll für ein Zahlungsnetzwerk, basierend auf einer Idee von Ryan Fugger und weiterentwickelt von Ripple Labs. In seiner endgültigen Ausbaustufe soll Ripple ein verteiltes Peer-to-Peer-Zahlungsverfahren sowie ein Devisenmarkt sein. Das Ripple-Netzwerk unterstützt jede beliebige Währung (Dollar, Euro, Yen, Bitcoin etc.). Definition Wikipedia

So funktioniert das Netzwerk und die Ripple Coin

Die Basis nahezu aller modernen Geldsysteme ist gegenseitiges Vertrauen. Räumt die Bank einem Kunden beispielsweise ein Saldo von 100 Euro ein, vertraut dieser auch darauf, dass ihm das Geld ausgezahlt wird. Bei Ripple handelt es sich um den Versuch, den Mechanismus moderner Zahlungssysteme ins Netz zu übertragen: Die Verbindlichkeiten, die zwischen verschiedenen Institutionen, Firmen und Privatpersonen bestehen, werden im Register aufgezeichnet, das in einem Peer-to-Peer-Computer-Netzwerk abgespeichert wird. Dabei sorgt der sogenannte Konsensalgorithmus dafür, dass sämtliche verteilten Kopien stets auf dem gleichen Stand sind.

Durch einen Schuldschein, der IOUs genannt wird, wird festgehalten, welche Beträge in welchen Währungen die verschiedenen Teilnehmer einander schulden. Daneben gibt es auch die sogenannten Ripple-Gateways. Von diesen werden etablierte Zahlungsmittel angenommen, für die IOUs ausgestellt werden, die bei Bedarf jederzeit eingelöst werden können. Das Ripple-Gateway lässt sich im Grunde also mit einer herkömmlichen Bank vergleichen. Der Unterschied zu einer Bank besteht jedoch darin, dass die Verbindlichkeiten eben nicht in den eigenen Büchern, sondern im Ripple-Register gespeichert sind. Um die Gateway-IOUs einzulösen, muss also stets eine Zahlung nach außen erfolgen, was durch eine Überweisung ebenso erledigt werden kann wie durch den Transfer von Bargeld.

Erfolgen Zahlungen hingegen innerhalb des Netzwerkes, müssen diese Verbindlichkeiten angepasst und natürlich auch gespeichert werden. Es ist dem System jedoch nicht möglich, diese Verbindlichkeiten auch durchzusetzen. Die Teilnehmer müssen also angeben, welchem anderen Nutzer sie bis zu welchem Maße das Vertrauen entgegenbringen, dass er seine Verbindlichkeit in der gewünschten Währung und der entsprechenden Höhe auf Verlangen auch einlöst. Sofern zwischen dem Sender und Empfänger keine direkte Vertrauensbeziehung besteht, wird durch das Netzwerk ein Nutzer-Pfad ermittelt, auf dem in den einzelnen Zwischenstationen das entsprechende Vertrauen gewährleistet ist, sodass die Zahlung durchgeführt werden kann. Sämtliche Zahlungen werden durch das Register miteinander verrechnet und die Zahlungen können von den verschiedenen Parteien außerhalb des Systems beglichen werden.

In der verteilten Devisenbörse können die IOUs einer Währung mit IOUs in anderen Währungen oder anderen Gateways miteinander getauscht werden. Auch hierbei sucht das System automatisch einen Vertrauenspfad, sofern anderweitig keine Verbindung zwischen den Sendern und den Empfängern möglich ist. Eine Art Zentralbank, durch den die komplette Währung kontrolliert wird, lehnen die Schöpfer des Systems jedoch ab.

Dieses Prinzip klingt auf den ersten Blick etwas kompliziert, ist aber in der Praxis ganz einfach: Wer eine Auslandsreise plant, muss sich im Vorfeld nicht um den Umtausch von Euro in die Landeswährung kümmern oder im Zielland teure Gebühren für Abhebungen vom Konto in Kauf nehmen. Er kann stattdessen vor der Reise ausreichend Ripple Coins erwerben und sich diese im Zielland in der jeweiligen Landeswährung auszahlen lassen. Die Nutzer des Ripple-Netzwerkes können also ohne Umweg über Banken Devisenhandel betreiben. Die schnellen Transaktionsmöglichkeiten machen Ripple übrigens auch bei Banken äußerst beliebt.

Ripple Coins: die Währung XRP

Ripple Coins übernehmen innerhalb des Netzwerkes zwei wichtige Funktionen: Durch die Währung wird einerseits Netzwerkspam verhindert, zum anderen können die Ripple Coins als Brückenwährung für den Handel mit weiteren realen und virtuellen Währungen dienen. Netzwerkspam wird dadurch verhindert, dass bei sämtlichen Transaktionen ein kleiner Betrag an Ripple Coins verbraucht wird, den das System anschließend vernichtet.

Ein Ripple Mining, wie es von den Bitcoins her bekannt ist, ist nicht vorgesehen. Denn die Schöpfer von Ripple hatten von Anfang an 100 Milliarden Ripple Coins erzeugt, 80 Milliarden hatten sie an die Gesellschaft Ripple Labs übertragen. Die Gesellschaft wiederum beabsichtigt, 55 Milliarden Ripple Coins an die Netzwerk-Teilnehmer weiterzugeben. Beispielsweise wurden auf diese Art 2013 insgesamt 200 Millionen Ripple Coins verteilt. Bis 2017 sind bereits rund 7,2 Milliarden Ripple Coins an verschiedene Projekte verteilt worden. Verwaltet werden die Coins in erster Linie mit der von Ripple entwickelten Online-Wallet. Daneben gibt es noch weitere Clients, die quelloffen aber inoffiziell sind. Diese machen es möglich, den eigenen Computer zur Ripple Hardware Wallet zu machen und die Währung darauf zu verwalten.

Wer steht hinter Ripple?

Das Ripple-Protokoll wird von der Gesellschaft Ripple Labs entwickelt, hinter der verschiedene Investoren stehen. Von zahlreichen anderen Firmen aus der IT-Branche unterscheidet sich Ripple Labs dadurch, dass die Einnahmen nicht aus Werbung oder Gebühren erzielt werden. Gewinne erhoffen sich die Verantwortlichen lediglich aus der Wertsteigerung der einbehaltenen 25 Milliarden Ripple Coins. Das oberste Geschäftsziel besteht deshalb darin, die Währung weiter zu verbreiten und den Nutzen für die Netzwerk-Teilnehmer zu steigern. Davon erwartet man sich, dass immer mehr Teilnehmer Ripple kaufen wollen, wodurch der Ripple Kurs natürlich entsprechend steigt. Weil XRP also auch einen wesentlichen Anteil am Geschäftskapital von Ripple Labs hat, lässt sich die Währung mit einer Aktie vergleichen. Wer sich nach einer Ripple Analyse für den Kauf von Ripple Coins entscheidet, kann demzufolge auch vom wirtschaftlichen Erfolg von Ripple Labs profitieren. Wer dahingehend als Investor auftreten möchte, sollte sich natürlich regelmäßig über die aktuellen Ripple News informieren. Starke Kursschwankungen liegen nämlich durchaus im Bereich des Möglichen.

Die Vor- und Nachteile

Zu den Vorteilen zählt unter anderem, dass es sich beim Ripple-Protokoll um einen offenen Standard handelt, durch den bestehende Zahlungsnetzwerke verbunden werden können. Das Protokoll lässt sich also durchaus mit dem Simple Mail Transfer Protocol vergleichen, das in den 1980er Jahren entwickelt wurde, um unterschiedliche Nachrichtensysteme miteinander zu verbinden. Zudem ist Ripple fälschungssicher und macht schnelle Transaktionen möglich – im Normalfall dauert es nur wenige Sekunden, bis eine Transaktion vollzogen ist. Die Teilnehmer können ferner über IOUs wechselseitig in der Schuld stehen. Sobald das System endgültig ausgebaut ist, kann es als Universalübersetzer zwischen den verschiedensten Währungen dienen.

Wo können die Nutzer Ripple Coin kaufen?

Die Zahlungsweise ist vergleichbar mit demjenigen von PayPal, mit dem Unterschied, dass eben kein zentraler Anbieter hinter Ripple steht. Die Nutzer können bei verschiedenen Zahlungsdienstleistern wie Bitstamp Ripple Coin kaufen, indem sie einen entsprechenden Geldbetrag überweisen. Der entsprechende Kontostand wird daraufhin im Netzwerk gespeichert und der Eigentümer kann beliebig darüber verfügen.

Dem gegenüber stehen aber auch einige Nachteile. Es ist nämlich möglich, durch das Netzwerkprotokoll Kontostände zwischen den verschiedenen Vertrauensstellen ohne Beteiligung des Nutzers zu verschieben. Das kann für den einzelnen Nutzer ein erhebliches Risiko bedeuten. Kritiker sehen auch einen Nachteil darin, dass Ripple auf dem Konzept von Schulden zwischen den einzelnen Nutzern basiert. Diese werden allerdings nicht unbedingt beglichen, weshalb die Schuldscheine auch nicht wirklich den Gegenwert haben, den sie repräsentieren. Dieser Aspekt gilt aber im Grunde für alle existierenden Währungssysteme.

Ripple Coin Prognose

Ripple Coin Kurs

In der Szene der Anhänger von Kryptowährungen wird eine goldene Ripple Coin Zukunft erwartet. Denn die Ripple Währung war bezüglich der wertmäßigen Einschätzung bereits im Januar 2015 direkt nach dem Bitcoin die am höchsten eingeschätzte Kryptowährung. Das Wertvolumen wurde zu diesem Zeitpunkt auf nahezu 500 Millionen Dollar beziffert, womit Ripple zu dem Zeitpunkt bereits den achtfachen Wert des ewigen Bitcoin-Konkurrenten Litecoin erreicht hatte. Langfristig betrachtet könnte sich Ripple also als führende Kryptowährung durchsetzen.

Das bisherige Allzeithoch hatte Ripple Coin im Mai 2017 mit einer Marktkapitalisierung von mehr als zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Bis Mitte August 2017 war der Kurs kontinuierlich gesunken, sodass Ripple zu diesem Zeitpunkt eine Marktkapitalisierung von knapp sechs Milliarden US-Dollar hatte.

Was eindeutig für eine positive Zukunft von Ripple Coin und des Netzwerkes spricht, ist die Tatsache, dass Ripple kontinuierlich daran arbeitet, weltweit weitere Banken in die Blockchain zu integrieren. Im April 2017 waren es bereits 75 Geldinstitute weltweit, darunter renommierte Banken wie die schwedische SEB-Bank. Die Banken schätzen an Ripple insbesondere, dass dieses Netzwerk eine Ergänzung zu ihren Dienstleistungen bietet, statt das Ziel zu verfolgen, ein gänzlich anderes Geldsystem einzuführen, wie es etwa bei den Machern von Bitcoin der Fall ist.

Nicht nur diese Tatsache macht Ripple Coin in der Szene der Bitcoiner verhasst, sondern auch der Aufbau des Netzwerkes. Der Grund: Für Bitcoin-Fans steht Ripple für alles, gegen das Bitcoin ursprünglich angetreten war. Dabei handelt es sich vor allem um

  • das Schuldgeldprinzip,
  • die Abhängigkeit von Banken und
  • die nicht mehr existente Privatsphäre im Zahlungsverkehr.

Damit sehen Kritiker die große Gefahr, dass die Chance vergeben wird, ein alternatives Zahlungssystem zu entwickeln und zu etablieren.

    blockchain-hero

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